
Das was Brendan Adams auf seinem eben erschienen Album „Better Days“ präsentiert, darf wohl zurecht als komplett sommertaugliche Popmusik bezeichnet werden. Keine Wolke trübt die lichtdurchflutete Stimmung auf diesem Werk. Dabei hätte dieser Musiker durchaus genügend Geschichten auf Lager, deren Verarbeitung zu eher nachdenklichen, düsteren Klängen führen könnten. Brendan Adams ist gebürtiger Südafrikaner und hat eine schwierige Jugend in einem Ghetto bei Kapstadt verbracht. Als Sohn unterschiedlich hautfarbener Eltern gehörte Adams dort weder zu den weißen, noch zu den schwarzen Kids, was das Leben in einem von Rassenunruhen gebeutelten Land nicht leichter gemacht hat. Seine Heimat hat der Südafrikaner mittlerweile hinter sich gelassen und lebt jetzt in der Schweiz, wo er die inzwischen sechs Personen umfassende „Brendan Adams Group“ ins Leben gerufen hat. Auch wenn auf dieser Platte dezente afrikanische Einflüsse zu hören sind, hat das Album „Better Days“ rein gar nichts mit Weltmusik oder mit Afrobeats-getränktem Indiepop zu tun. Die Brendan Adams Group erinnert mit ihrem luftigen Folkpop eher an die Musik eines Jack Johnson. Die Grooves auf dieser Platte sind durchgehend von einer „Gute Laune Stimmung“ durchzogen, wirken immer entspannt und zu keiner Sekunde aufdringlich. Diese unbeschwerten Grooves verbinden sich mit sanften Akustikgitarren und der charmanten, sehr warm klingenden Stimme von Brendan Adams zu einem recht soulig angelegten Klangteppich. Mir persönlich ist trotz einiger netter Songs wie „It’s Not Over Now“ und „People With No Name“ das Album „Better Days“ aber dennoch eine deutliche Spur zu beliebig und konturlos. Wer aber auf der Suche nach unbeschwerter, sehr geradliniger Popmusik im Stile von eben Jack Johnson ist, der sollte dieser Musik einmal sein Ohr schenken.
brendanadamsgroup.com
Das Video zu "Better Days" gibt es hier zu sehen:
myspace.com/thebrendanadamsgroup